Veranstaltungen

Jahreshauptversammlung des Taiwan-Freundeskreises Bambusrunde e.V.

04. Juni 2009 um 18.30 Uhr im Restaurant "Ni Hao", Wandsbeker Zollstraße 25-29; 22041 Hamburg

Anschließend hält Herr Thomas Awe, Leiter des Auslandsbüros der Konrad Adenauer Stiftung in China, einen Vortrag zum Einfluss Taiwanischer Geschäftsleute auf die Gesellschaft in Shanghai.


Befreundete Vereine laden ein

Der Landesdrachenboot-Verband Hamburg e.V. lädt ein zum 1. Hamburger Taiwan-Cup 2009 Vereinswappen Landesdrachenbootverband Hamburg.

26.~28. Juni 2009 Hamburg Allermöhe

26. Juni: Schülerregatta
27.-28. Juni: Fun-, Sport- und Premiumregatta
Kontakt: Horst Fuchs info@hamburger-taiwan-cup.de


Cape No. 7
海角七號/海角七号
Taiwan 2008

Der Juniorenkreis der Chinesisch-Deutschen Gesellschaft e.V. Hamburg und die Deutsch-Japanische Gesellschaft zu Hamburg e.V. laden herzlich in Kooperation mit dem Fachschaftsrat der Abteilung für Sprache und Kultur Chinas und dem Fachschaftsrat der Abteilung für Sprache und Kultur Japan an der Universität Hamburg zum Filmabend ein:

26.Mai 2009 um 18.30 Uhr im Asien-Afrika-Institut

Universität Hamburg, 1. Stock, Raum 120,
Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

Chinesisch-Mandarin, Taiwanisch und Japanisch mit englischen Untertiteln. Eintritt frei. Cape No. 7 Vorschau (Flash Player erforderlich)

Im Scheinwerferlicht

Jubiläumswoche der Bambusrunde

Gründungsjahr der Bambusrunde war das Jahr 1969, wir feiern im Jahr 2009 unser 40-jähriges Bestehen. Geplant sind vom 10.~19. September folgende Veranstaltungen:

Taiwan Wirtschaftstag

10. September 2009 9:00 ~ 13:30 Uhr im Plenarsaal der Handelskammer Hamburg

Besichtigung eines Containerschiffes

11. September 2009 im Hafen Hamburg (Hafenfilm)

Golfturnier mit "Schnupperkurs"

12. September 2009 im Golfclub am Sachsenwald in Dassendorf

Bunter Taiwan Familien-Tag

13. September 2009 Infostände & Infofilme & Fotoausstellung, Kalligraphie, Traditionelle Medizin, Teezeremonie, Massage, Glücksknoten. Klassisches Konzert mit Pipa, Klavier & Geige, eventuell Puppentheater

Senatsempfang

14. September 2009 im Rathaus Hamburg
Feierliche Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages Bambusrunde - Chinesisch-Deutscher Kultur- und Wirtschaftsverein CDKWV Taiwan.

Seit seiner Gründung im Jahre 1933 hat sich der CDKWV die Förderung der chinesisch-deutschen Beziehungen auf die Fahnen geschrieben. Seit 1949 hat der Verband seinen Sitz in Taipeh, Taiwan. Er umfaßt ca. 800 Mitglieder.

Traditionelles Drachenboot-Dinner

17. September 2009 im Alt-Hamburger Bürgerhaus
Sprecher: Prof. Dr. Peer Witten, (Interview in business-on.de)
Otto-von-Guericke Universitaet, Magdeburg

Nudel & Gedudel - Taiwan Karaoke Abend

18. September 2009 ab 22:30 Uhr im Jinmen.
Mit "Mitternachts-Suppe" und kleinen Snacks. Eintritt 20 €.

Zu dieser Ausgabe

Nun besteht die Bambusrunde, die Hamburger Vereinigung der Taiwanfreunde, bald 40 Jahre - und das soll in diesem Jahr noch kräftig gefeiert werden! Da wird es Zeit, dass ein solcher Verein mit über 250 Mitgliedern und vielen hundert engagierten Freunden in der Hansestadt ein eigenes Sprachrohr bekommt, „denn in dieser Ländergesellschaft steckt so viel Leben von dem auch andere erfahren möchten“, sagt der neue Präsident des Vereins, Dr. Gerd Boesken (siehe Interview). Und schließlich macht es das Internet möglich – von wegen der Kosten. Wer die Bambusbriefe allerdings lieber ausgedruckt erhalten möchte, kann sie sich gegen Kostenerstattung auch zuschicken lassen.

Wir wollen in den Bambusbriefen über Taiwan-Themen berichten – von der „Ilha Formosa“, aus unserem Vereinsleben, über Veranstaltungen, Sport und Kultur. Wirtschaft und Politik sollen dabei nicht ausgeklammert werden. In den Bambusbriefen soll auch zur Sprache kommen, was nicht in jeder Tageszeitung nachzulesen ist.

Bambuswedel.Alle Mitglieder und Freunde der Bambusrunde sind aufgerufen, an diesem „Newsletter“ mitzumachen. Jeder kann einen Beitrag, Leserbrief oder Fotos einreichen. Die Redaktion freut sich darüber. Apropos: Sechs Mitglieder hat die Redaktion zur Zeit, darunter Taiwaner und Deutsche sowie leibhaftige Journalisten und Sinologen. Honorare gibt´s in Zeiten der Finanzkrise nicht. Gezahlt wird mit Spaß an der Arbeit. Und gelegentlich stiftet Frau Chang, die Generaldirektorin des Hamburger Taiwanbüros, ein paar chinesisch-kulinarische Köstlichkeiten...

Die Informationen der Bambusblätter sollen möglichst kurz und gut lesbar sein. Die Bambusblätter sollen monatlich erscheinen – hat sich die Redaktion vorgenommen. Mal sehen, ob´s gelingt...

Das und viel Spaß beim Lesen wünscht die
Redaktion Bambusbrief


The Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan

15-17. Mai jeweils 20 Uhr Movimentos Festival in Wolfsburg

Cloud Gate Dance Theatre Taiwan. Foto: Bernhard Goschin (EFIAP)

Der große taiwanische Choreograph Lin Hwai-min, der durch seine Verbindung der chinesischen Tanz- und Theatertradition mit abend-ländischer Kultur und moderner Kunst den zeitgenössischen Tanz entscheidend beeinflusst hat, wurde 2008 für sein Lebenswerk mit dem Internationalen Movimentos Tanzpreis geehrt. Sein Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan wird bei den diesjährigen Movimentos Festwochen mit dem Choreographie-Zyklus „White“ zu erleben sein. Die Ballettruppe hatte 1973 begonnen, den ursprünglich rituellen, mehrere tausend Jahre alten, Tanz zu adaptieren.
Wir versagen es uns an dieser Stelle nicht, auch auf das Werk "Bambusträume" (Bamboo dreams) hinzuweisen.

 

Veranstaltungen

Wie chinesisch ist Taiwans Demokratie?
台灣的民主究竟有多中國化?

18. Juni 2009 19.00 Uhr im Yu Yuan-Teehaus, Feldbrunnenstraße 68, Hamburg
Referent: Dr. H.-W. Schütte
Freier Eintritt für Mitglieder der Bambusrunde und der HCG, 3 € für Nichtmitglieder

台灣是中國歷史弟一個有效的議會民主。本報告的主題是台灣民主的形成過程和它今天的特點。報告將對於台灣民主是否能成為中國國內類似發展的先例榜樣以及現在兩岸關係緩過它的影響進行詳細、深入的解答。



Mitgliederversammlung des DTJV

in der Jubiläumswoche der Bambusrunde

11. September 2009 18:00 Uhr im Chinarestaurant "Mr. Cherng", Speersort 1, 20095 Hamburg
Vortrag von Dr. Wu-Lien Wei,
Repräsentant Taiwans

Demokratisches Leben

Wie chinesisch ist Taiwans Demokratie?

Vortrag von Dr. Hans-Wilm Schütte

Taiwan ist die erste funktionierende parlamentarische Demokratie auf chinesischem Boden. Maßgebende Triebkraft bei ihrer Entstehung war die Demokratische Fortschrittspartei, die für eine eigenständige taiwanische Nation eintritt. Ihr steht nicht nur die Ein-China-Doktrin gegenüber, die von der Volksrepublik China propagiert wird, sondern auch ein Unwillen in einem großen Teil der politisch-wirtschaftlichen Elite des Landes, sich mit Taiwan dauerhaft zu identifizieren - zum Schaden der taiwanischen Demokratie?

Nachdem es 2008 zum zweiten Mal durch demokratische Wahlen zu einem Machtwechsel in Taiwan kam und die neue Regierung einen bislang sehr erfolgreich verlaufenden Entspannungsprozess eingeleitet hat, sieht sie sich einer vehementen Opposition seitens taiwannationalistischer Kreise gegenüber. Jener Kräfte, die einst unter hohem persönlichen Einsatz für Demokratie und Menschenrechte fochten. Sie halten Taiwans demokratische Errungenschaften angesichts der Annäherung an die Volksrepublik China für gefährdet – zu Recht?

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Entstehung, der heutigen Form der taiwanischen Demokratie für ähnliche Entwicklungen im chinesischen Kulturraum und ihrem möglichen Vorbild Charakter. Dr. Hans-Wilm Schütte ist assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter des Hamburger Instituts für Asien-Studien und publizierte dort regelmäßig in der Zeitschrift China aktuell über aktuelle Entwicklungen in Taiwan.


Der Fall Chen

Chen Shui-pien, ehemals erfolgreicher und beliebter Bürgermeister von Taipeh, Präsident von Taiwan zwischen Mai 2000 und Mai 2008 sowie international geachteter Anwalt für Demokratie und Menschenrechte sitzt mit kurzer Unterbrechung seit 12. November 2008 im Untersuchungsgefängnis von Tucheng bei Taipeh ein. Verstrickt in einen Korruptionsskandal, dessen Geflecht aus Beschuldigungen, Verdächtigungen und Enthüllungen für die Bürger Taiwans kaum noch zu durchschauen ist. Ist Chen wirklich der Korruption schuldig oder ist es eher seine Frau Wu Shu-chen (吳淑珍), die seit einem Anschlag in den 80er Jahren im Rollstuhl sitzt? Wie weit sind andere Familienmitglieder darin verstrickt? Wie weit die Unternehmerelite Taiwans? Oder handelt es sich nur um eine politische Abrechnung der neuen Kuomintang-Regierung mit acht Jahren DPP-Führung (Demokratische Fortschrittpartei) und mit Chen, der ihnen nach 40 Jahren Alleinherrschaft im Jahr 2000 erstmals die Macht entrissen hatte – wie Chen selbst und viele DPP-Anhänger behaupten? Vielleicht von allem etwas.

Hier die Chronologie der Ereignisse von Günter Whittome aus Taipeh.

 

Taiwan-Symposium

in der Jubiläumswoche der Bambusrunde

"Spuren Taiwans in Hamburg"
100 Jahre China Seminar & 40 Jahre Bambusrunde

Vortrag Prof. Dr. Kai Vogelsang (Universität Hamburg)

Vortrag Prof. Dr. Hans Stumpfeldt (Universität Hamburg)

Vortrag Thomas Awe (Konrad Adenauer Stiftung, angefragt)

Vortrag/ Lesung: Dr. Wolf Baus, Dr. Ruth Cremerius: Taiwan-Literatur

Vortrag Dr. Boesken (Bambusrunde)

Academia Sinica

Historie

Ursprünglich wurde die Academia Sinica 1928 in Nanjing gegründet. Nach dem Wechsel des Regierungssitzes nach Taipeh wurde die Academia Sinica dort neu gegründet. Heute ist ihr Sitz im dem Bezirk Nangang in Taipeh. Ihr gegenwärtiger Präsident ist Wong Chi-Huey ( 翁啟惠 ).

Bei dem Wechsel des Regierungssitzes wurden das Institut für Geschichte und Philologie sowie die Teilbibliothek für Mathematik nach Taipeh mitgenommen, alle übrigen Institute verblieben auf dem Festland. Aus ihnen ging die Chinesische Akademie für Wissenschaften 中國科學院 (Zhōngguó Kēxuéyuàn) hervor, deren Sitz heute in Peking ist.

Nach einer schwierigen Anfangsphase in Zeiten politischer Unsicherheiten und magerer Budgets hat sich die Academia Sinica heute zu einem weltweit angesehenen Forschungsinstitut mit einer stolzen Tradition entwickelt.

Wirtschaft und Wissenschaft

Academia Sinica

Die Academia Sinica (中央研究院; pinyin: Zhōngyāng Yánjiūyuàn) ist die renommierteste wissenschaftliche Forschungseinrichtung der Republik China auf Taiwan (im Folgenden einfach Taiwan). Sie ist dem Präsidialamt direkt unterstellt. Dies garantiert ihr ein hohes Maß an Autonomie bei der Festlegung ihrer Forschungsgegenstände. Ihre Aufgaben umfassen kulturelle und wissenschaftliche Forschungen. Sie stellt wissenschaftliche Netzwerke her, fördert diese sowohl inhaltlich als auch finanziell und fördert qualifizierte Forscher. Zudem stellt sie eigene Forschungen zu Wissenschaft und Kultur an.

Heute beherbergt sie sieben Forschungszentren und 24 Forschungsinstitute. Diese gliedern sich in solche der (1) Mathematik und Physik, (2) Biologie und solche der (3) Geisteswissenschaften.

Die Academia Sinica versteht sich als eine Einrichtung, in der grundsätzlich nicht gelehrt wird, es besteht aber eine enge Kooperation mit den renommiertesten Hochschulen des Landes. Viele Forscher haben eine zusätzliche Anstellung bei diesen Hochschulen oder teilen sich eine Professur. Hinzu kommt, dass Academia Sinica gemeinsam mit der Militärhochschule ein Doktorandenprogramm für Biowissenschaften aufgelegt hat. Über diese Kooperationen werden Lehrveranstaltungen an der Academia Sinica gehalten.

Seit 2004 besteht zudem ein spezielles Förderprogramm für Doktoranden, das Taiwan International Graduate Program (TIGP), dessen Kurse vollständig in englischer Sprache abgehalten werden. Angeboten wird dieses Programm von der Academia Sinica in Kooperation mit den beschriebenen Hochschulen. Gegenwärtig richtet die Academia Sinica acht solcher Programme aus, die akademischen Titel werden von den Partnerhochschulen vergeben.

Als Forschungseinrichtung liefert die Academia Sinica zudem wichtige Anregungen für naturwissenschaftliche Forschungen. Exemplarisch sei eine Kooperation mit BASF Plant Science im Bereich der Genentdeckung genannt, bei der das Ziel verfolgt wird, Ertragssteigerung und Stresstoleranz bei Pflanzen wie Reis und Mais zu erreichen.
Marius von Winterfeld

 

Neues EU-Zentrum in Taipeh

Am 22. Mai wird in Taipeh ein EU-Zentrum eröffnet, um akademische Beziehungen mit und das Wissen über Europa in Taiwan zu fördern. Die Einrichtung wird an der National Taiwan University (NTU) im Institut für Sozialwissenschaften ansässig sein. Direktor wird der NTU-Vize-Präsident Bau Tzong-Ho. An dem auf vier Jahre angelegten Projekt sind sieben taiwanische Universitäten mit 600.000 USD beteiligt und die EU mit 2 Millionen USD. Taiwan wird so neben Japan und Südkorea das dritte ostasiatische Land mit einem EU-Zentrum werden.
(Taipei Times, 08.04.2009 aus Infobrief Taiwan v. 10.04. 2009)


Taiwans Handelsbilanzüberschuss stark zurückgegangen

Taipeh - 8.1.2009 - Der Handelsbilanzüberschuss Taiwans lag im Jahr 2008 bei 14,84 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Rückgang von 45,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dies ist der stärkste Rückgang seit 27 Jahren. Hauptursache ist die Finanz- und Wirtschaftskrise des vergangenen Jahres 2008, welche sich besonders auf die Exporte auswirkt.

Die größten Exportmärkte für Taiwan, China und die USA, ordern seit Herbst letzten Jahres deutlich weniger.

Aus: Radio Taiwan International


Fortschritt bei der Konvertierbarkeit von NTD und RMB

Taiwan und China erzielten einen vorläufigen Konsens über einen direkten Abrechnungsmechanismus der jeweils landeseigenen Währungen NT-Dollar und Renminbi. Damit soll u. a. eine dauerhafte Verfügbarkeit des Renminbi in Taiwan gewährleistet werden. Die neue Regelung ermöglicht Exporteuren künftig auch die direkte Umrechnung beider Währungen im China-Taiwan-Handel: Der bisherige Umweg über den US-Dollar und die damit verbundenen Kosten entfallen.
(Taiwan Economic News, 13.04.2009 aus Infobrief Taiwan v. 20.04.2009)


Die Insel

Verortung

Die Insel Taiwan liegt ungefähr zwischen dem 22. und dem 25. Breitengrad sowie dem 120. und dem 122. Grad östlicher Länge. Der Wendekreis des Krebses, der ungefähr auf der Höhe von Kalkutta und im Zentrum der Sahara verläuft, zieht sich auch mitten durch Taiwan.

Karte der Insel Taiwan.

Taiwan ist 394 km lang und 144 km breit, die jeweils größte Ausdehnung gemessen. Es umfaßt 35.961 Quadratkilometer. Die Länge seiner Küsten, die sich in ihren Landschaftsformationen stark unterscheiden, wurde mit 1.566 km vermessen. Manchen Betrachter erinnerten die Umrisse Taiwans an ein Tabakblatt, andere an eine Süßkartoffel.

Ilha Formosa

Geographisches

Das auffälligste Merkmal der Geographie Taiwans sind die mächtigen Gebirgsmassive. 31 Prozent der Bodenfläche liegen in einer Höhe von mehr als tausend Metern, allein 19 Berge ragen über 3.500 Meter in die Höhe. An der Ostküste der Insel fallen die Bergmassive oft steil zum Meer ab. An der dem ostasiatischen Festland zugewandten Seite befinden sich zwischen den Gebirgen und dem Meer hingegen fruchtbare Ebenen, am ausgedehntesten die "Ebene von Chianan". Sie erstreckt sich über 180 km zwischen Changhua und Kaohsiung und umfaßt 12 % der gesamten Inselfläche.

Nach offiziellen Zählungen strömen 151 Flüsse auf Taiwan, doch nur fünfzig sind bemerkenswert, und bloß sechs von ihnen haben eine Länge von mehr als 100 km. Der längste ist mit 186 km der Choshui, der "Fluß der trüben Wasser", wie der Name zu übersetzen wäre. Unklar ist jedoch, worauf der Name zurückzuführen ist. Berühmter, aus der Geschichte Taiwans, ist der Tamshui mit einer Länge von 159 km, der durch die Hauptstadt Taipeh und den Landkreis Taoyüan fließt.

Augenblicke in der Geschichte Taiwans

Gerade einmal vier Jahrhunderte währt die Geschichte Taiwans. Was weiter zurückliegt zählt zur Vor- und Frühgeschichte. Diese 400 Jahre haben es jedoch in sich, denn sie stecken voller dramatischer Ereignisse. Kaum eines von diesen ist in Deutschland allgemein bekannt, und viele kennen sogar die meisten Taiwaner nicht. An solche Ereignisse in der Geschichte Taiwans sollen regelmäßige Notizen erinnern, ohne jede Systematik allerdings.

Teil 1 - Taiwan: die Insel

Wer über Taiwan spricht oder schreibt, sollte seine Begriffe sorgsam wählen. Taiwan ist zunächst nur ein geographischer Begriff, bezeichnet eine Insel. "Republik China" heißt der Staat, der seit 1949 auf dieser Insel ansässig ist und aufgrund der politischen Gegebenheiten oft mit dem Zusatz "auf Taiwan" versehen wird. Zu dessen Staatsgebiet zählen noch mehrere Inseln oder Inselgruppen, von denen die P'eng-hu-Inseln, früher in Europa Pescadores genannt, die bekanntesten sind. – "Taiwan" und "Republik China" bedeuten auch noch anderes.

Vom Festland wird die Insel durch die "Straße von Taiwan" getrennt. Der größte Abstand wurde mit 220 km, der kleinste mit 130 km vermessen. Von den Festlandmetropolen Shanghai und Hongkong ist Taiwan ungefähr gleich weit entfernt. Zwischen Insel und Festland liegen mehrere Inselgruppen, die zum Staatsgebiet der Republik China auf Taiwan gehören, sogar direkt der Küste vorgelagerte. – In den letzten Jahren empfahlen manche Politiker auf Taiwan, das "Republik China" aus der Staatsbezeichnung fortzulassen und als solche nur den Inselnamen "Taiwan" zu führen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Prof. Dr. Hans Stumpfeldt


Taiwans Jadeberg in engerer Auswahl für Die Sieben neuen Weltwunder

Taipeh - 7.1.2009 - Taiwans höchster Berg Yushan, der 3,952 Meter hohe Jadeberg, ist zur Wahl der Sieben neuen Weltwunder nominiert worden.

Nach der von der schweizerischen NewOpenWorld Stiftung durchgeführten Telefon- und Online-Abstimmung wurden in erster Runde 261 Naturstätten ausgewählt, darunter auch der Jadeberg.

In der nächsten Wahlrunde werden 77 Naturstätten ausgewählt. Schließlich sollen sieben der atemberaubendsten Naturstätten gesucht werden.

 

Aus der Geschichte der "Bambusrunde"

Selten läßt sich die Geschichte eines kleinen Vereins wie der "Bambusrunde" rekonstruieren, denn deren Dokumentation von Anfang an erscheint selten als aufschlussreich oder gar notwendig. Dabei sind viele Ereignisse in der Vereinsgeschichte durchaus der Erinnerung wert, auch die Persönlichkeiten, welche die Vereinsgeschichte prägten. Auf irgendeine Weise spiegeln sich in ihnen stets auch die allgemeinen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft. Ungeordnete Notizen zu Einzelheiten aus den vierzig Jahren der "Bambusrunde" sollen deren Mitglieder zu eigenen Erinnerungen anregen.

Teil 1 - Der "Fernostfreundeskreis Bambusrunde"

Sherman Shen, Spiritus Rector des Fernostvereins Bambusrunde.Genau vierzig Jahre ist das her, daß Sherman Shen, Direktor der "Fernostinformationen" in Hamburg, nach einer Persönlichkeit Ausschau hielt, die sich in der Öffentlichkeitsarbeit für die Republik China auf Taiwan engagieren könnte. "Fernostinformationen" war damals die Bezeichnung der Taiwan-Vertretung in Hamburg. Schon dieser verhüllende Name deutet an, dass es um das Ansehen dieses fernöstlichen Staates hierzulande nicht gut bestellt war.

Kaum jemand wusste etwas über diese Insel und den Staat Republik China, der seit 1949 auf ihr ansässig war. Geschätzt wurden die Ananas- und Champignon-Konserven, die von dort in die Regale der ersten Supermärkte hier gelangten. Noch stand der Staat unter Kriegsrecht, und obwohl das kommunistische Regime, das die Regierung der Republik China und zwei Millionen ihrer Bürger 1949 vom Festland auf die Insel vertrieben hatte, in die Greueltaten der "Kulturrevolution" verstrickt war, nahmen deutsche Politik und Öffentlichkeit Taiwan kaum wahr. Das sollte sich ändern.

Die Blicke von Sherman Shen richteten sich auf Thomas Glaue. 1935 auf den Azoren, von woher die Sonnenwetter damals mit einiger Sicherheit hier eintrafen, geboren, hatte er schon eine abwechslungsreiche Laufbahn hinter sich: Journalist bei Tageszeitungen in Frankfurt und Hamburg, Auslandskorrespondent in Madrid, Paris, Australien, USA, 1960 eine einjährige Weltreise. Jetzt war er Inhaber der Agentur "ipr. idee public relations gmbh".

Thomas Glaue, Gründer des Fernostvereins Bambusrunde. Glaue ließ sich einiges einfallen. Dazu gehörte die Gründung eines Vereins, dessen Ziele folgende waren: "Journalisten, Geschäfts- und Privatleute, Deutsche und in Hamburg ansässige Taiwan-Chinesen hatten sich zum Ziel gesetzt, in Deutschland auch das andere China bekannt zu machen: die Insel Taiwan, die (…) hinter dem Rücken des großen Bruders Volksrepublik gedieh." Die Einladungen zur Vereinsgründung versandte er in Röhrchen von Bambusstämmen. Schon deren Beschaffung war kein einfaches Unterfangen gewesen, doch diese ungewöhnliche Einladung sicherte ihr Beachtung. Der neue Verein erhielt den Namen "Fernostfreundeskreis Bambusrunde", und Thomas Glaue wurde deren erster Vorsitzender und blieb das ein Jahrzehnt lang.

Unter seiner Regie wurde auch das erste internationale Drachenbootrennen 1998 auf der Binnenalster anläßlich des 800. Hamburger Hafengeburtstages veranstaltet.

Noch heute Vorstandsmitglied der "Bambusrunde", hat Thomas Glaue sich für diese auch weiterhin engagiert – mit Rat und Tat und Ideen. An einiges werden spätere Notizen erinnern, doch seine Wirkungskreise reichten viel weiter. Hierfür und für seine völkerverbindende Tätigkeit insgesamt (Glaue war auch lange Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft) wurde er 1993 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Prof. Dr. Hans Stumpfeldt


Veranstaltungen in Taiwan

DWB Spargelessen

22. Mai 2009, 18.30 - 22.30 Uhr

im Grand Hyatt Hotel, Taipeh, "The Residence"

11. Taipeh Film Festival 2009

26. Juni bis 12. Juli 2009

Geleitet vom bekannten taiwanischen Regisseur Hou Hsiao-hsian ist das Taipeh Film Festival zu einem der einflussreichsten Filmfeste in der chinesischsprachigen Welt geworden. Eine besondere Sektion neben den Wettbewerben nennt sich City Vision, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt Berlin. taiwan-info-blitz@gmx.de

Veranstaltungen in Taiwan

DWB Spargelessen

22. Mai 2009, 18.30 - 22.30 Uhr

im Grand Hyatt Hotel, Taipeh, "The Residence"

11. Taipeh Film Festival 2009

26. Juni bis 12. Juli 2009

Geleitet vom bekannten taiwanischen Regisseur Hou Hsiao-hsian ist das Taipeh Film Festival zu einem der einflussreichsten Filmfeste in der chinesischsprachigen Welt geworden. Eine besondere Sektion neben den Wettbewerben nennt sich City Vision, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt Berlin. taiwan-info-blitz@gmx.de


Impressum

Herausgeber: Taiwan-Freundeskreis Bambusrunde e.V.

Präsident: Dr. Gerd Boesken
Vereinsregister Nr. 8536
Mittelweg 144, 20148 Hamburg
Tel: +49 40 4149 6568
Fax: +49 40 447187
Email:newsletter@bambusrunde.de

Redaktionsleitung: Dr. Detlev Langmann, Catherine Lee-Boss, Thomas Glaue.
V.i.S.d.P.: Dr. Detlev Langmann

Die Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder.

Der Newsletter ist kostenlos im Internet unter http://newsletter.bambusrunde.de aufrufbar. Sein aktuelles Erscheinen wird auf Wunsch mitgeteilt, bitte registrieren Sie sich hierfür per Email an newsletter@bambusrunde.de mit dem "Betreff: Bambusbrief-Vorbote". Ein Druckexemplar ist gegen einen Kostenbeitrag von 2.50 € beziehbar.

Redaktionsschluss ist der 15. des jeweiligen Vormonats.

Trotz sorgfältiger Bearbeitung übernehmen wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und die Richtigkeit der Beiträge. Für den Inhalt extern verlinkter Seiten bleiben ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.


Taiwan Kalender 2009年5月
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28<br/>初五 29
初六
30
初七
31
初八
 
           

Mensch trifft Mensch

Interview

Zehn Fragen an Dr. Gerd Boesken

Dr. Gerd Boesken.Vor einem Jahr wurde Dr. Gerd Boesken von der Mitgliederversammlung einstimmig zum neuen Präsidenten der Bambusrunde gewählt. Wer ist der studierte Sinologe und was hat er mit Taiwan zu tun? Um den Präsidenten besser kennenzulernen, hier zehn Fragen an Dr. Boesken:

1. Was hat Sie bewogen, erst Mitglied der Bambusrunde zu werden, dann im Vorstand engagiert mitzuarbeiten und sich schließlich für das Präsidentenamt zur Verfügung zu stellen?

Ich hatte das Glück, bereits das dritte und vierte Semester meines Sinologiestudiums in Taiwan verbringen zu dürfen. Meine Begegnung mit der Insel war im Wortsinn eine Liebe auf den ersten Blick, eine Liebe, die mich bis heute bewegt.

2. Sie sprechen fließend Chinesisch. Wie kommt`s?

Na ja, „fließend“ ist ein dehnbarer Begriff. Als „Nicht-Chinese“ stößt man - trotz jahrelanger Studien - sprachlich immer wieder an Grenzen, die ein Muttersprachler nicht kennt. Allerdings habe ich in meiner Eigenschaft als Urkundenübersetzer und Verhandlungsdolmetscher tagtäglich mit chinesischen Texten zu tun und verfüge dadurch über ein recht hohes Maß an Routine.

3. Ein Verein und seine Aktivitäten sind immer so erfolgreich, wie das Engagement des Vorsitzenden. Hilft Ihnen Ihr Beruf dabei, den Verein zu führen?

Grundsätzlich sind berufliches Engagement und Ehrenamt strikt getrennt. Für den Präsidenten der Bambusrunde ist es allerdings ein Vorteil, dass beide Unternehmen, denen er beruflich als Geschäftsführer vorsteht, mit und in Asien engagiert sind: Ostasien Service GmbH als Sprachdienst und Asien Pazifik Institut für Management als Consulting- und Schulungsanbieter.

4. Welches sind Ihre Lieblingsveranstaltungen der Bambusrunde (z.B. Golfturnier, Galadinner, kulinarische Meetings, kulturelle Veranstaltungen, Vorträge etc.)

Eigentlich habe ich bei allen Veranstaltungen, die ich bisher miterlebt habe, irgendwie etwas für mich „bekommen“. Ich freue mich allerdings auf eine Sache besonders, die demnächst, während der Taiwan-Festwoche, erstmalig stattfinden wird: auf den Taiwan-Karaoke-Abend.

5. Wie oft und wann waren Sie in Taiwan? Was waren die Highlights Ihrer letzten Reise?

Während des Studiums habe ich einige Jahre in Taiwan gelebt, danach war ich längere Zeit - von Mitte der 80er Jahre bis ins Jahr 2003 - nicht mehr dort. Heute möchte ich möglichst regelmäßig die Insel zu besuchen und freue mich, – wie im vergangenen November – auch Mitgliedern der Bambusrunde, Kunst und Kultur Taiwans während einer Studienreise näher zu bringen.

6. Was sagt Ihre Frau zu Ihrem zeitaufwändigen Engagement?

Sie unterstützt mich uneingeschränkt und – ehrlich gesagt – ohne diesen Rückhalt ginge vieles überhaupt nicht!

7. Welches ist Ihre chinesische Lieblingsspeise?

Fenzheng Niurou!

Wie schreibt man es und vermitteln die oft sinnbildlichen Schriftzeichen auch dem unbedarften Leser schon einen Vorgeschmack?

粉蒸牛肉 fenzheng niurou - Gedämpftes Rind mit scharfem Reis-Crisp.

8. Haben Sie außer der Beschäftigung mit China und Taiwan auch noch andere Hobbys?

Ja.

Welchen dieser Hobbies würden Sie denn gern öfter nachgehen?

Gut essen, gut trinken, in Ruhe Bücher lesen ...

9. Sind Sie ein politischer Mensch?

Ja.

10. In Hamburg gibt es unzählige Ländergesellschaften. Sind sie ein gutes Vehikel zur Völkerverständigung? Was kann da die Bambusrunde leisten?

Die Bambusrunde fördert die Begegnung und Verständigung zwischen Deutschen und Taiwanern. Vieles, was aufgrund der politischen Großwetterlage auf den konsularischen und politischen Feldern unmöglich ist, können wir auf direktem und zwischenmenschlichem Wege erreichen.